Besuche uns auf Social Media:
Wissenswertes
Überblick und Wirkung verschiedener Tabletten
Nach einer üppigen Mahlzeit kann es zu einem brennenden Gefühl hinter dem Brustbein kommen, das mit saurem Aufstoßen einhergehen kann. Als Behandlung können sogenannte „Magentabletten“ infragekommen. Gemeint sind damit Präparate, die unterschiedliche Wirkprinzipien umfassen können: Einige neutralisieren die vorhandene Magensäure, während andere ihre Bildung an sich hemmen. Hinzu kommen Mittel, die eine physikalische Barriere gegen zurückfließenden Mageninhalt bilden.
Um zu beurteilen, ob ein solches Präparat geeignet ist, müssen Art und Häufigkeit der Beschwerden in Zusammenspiel mit dem jeweiligen Wirkprinzip bewertet werden. Gelegentliches Sodbrennen ohne langfristiges Leiden kann zunächst mit geeigneten Mitteln behandelt werden. Wiederkehrende oder ausgeprägte Beschwerden sollten dagegen ärztlich abgeklärt werden. Das gilt unter anderem beim Auftreten von Schluckstörungen, ungewolltem Gewichtsverlust, Blutungen, die nicht zugeordnet werden können, oder wiederholtem Erbrechen. Bei Brustschmerzen ist eine umgehende medizinische Beurteilung erforderlich, da auch andere Ursachen als Reflux infrage kommen können.1,2
Wie Magentabletten konkret funktionieren, hängt von der jeweiligen Wirkstoffgruppe ab. Antazida neutralisieren bereits vorhandene Magensäure und können Beschwerden deshalb rasch lindern. Ihre Wirkung hält allerdings meist nur für einen begrenzten Zeitraum an. H2-Rezeptorblocker setzen dagegen bei der Säureproduktion selbst an. Sie blockieren bestimmte Andockstellen für den körpereigenen Botenstoff Histamin und verringern auf diese Weise die Bildung von Magensäure.
Protonenpumpenhemmer, kurz PPI, greifen am letzten Schritt der Säurebildung ein. Sie blockieren ein Enzym in den säurebildenden Zellen der Magenschleimhaut, das für die Abgabe von Magensäure verantwortlich ist. Ihre volle Wirkung entwickelt sich erst bei regelmäßiger Einnahme über mehrere Tage. Da PPI die Säureproduktion stärker hemmen als H2-Blocker, werden sie insbesondere bei einer gesicherten oder wahrscheinlichen Refluxkrankheit eingesetzt.
Säurehemmende Medikamente verhindern allerdings nicht automatisch, dass Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt. Sie verringern vor allem dessen Säuregehalt. Deshalb können auch unter der Behandlung weiterhin Beschwerden auftreten, wenn schwach-saurer- oder nicht-saurer Mageninhalt in die Speiseröhre gelangt.1,3,5
Mögliche Nachteile lassen sich nicht pauschal der Tablettenform zuschreiben. Sie ergeben sich vor allem aus dem jeweiligen Wirkstoff. Antazida beispielsweise wirken nur für begrenzte Zeit, sodass bei erneut auftretenden Beschwerden eine weitere Einnahme nötig werden kann. Insbesondere in größeren Mengen sind sie laut der deutschen Leitlinie nicht frei von Nebenwirkungen. Protonenpumpenhemmer wiederum eignen sich nicht zur sofortigen Linderung. Bei den meisten Präparaten ist die Einnahme 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit vorgesehen. Bis sich die Säurehemmung vollständig entwickelt, vergehen mitunter mehrere Tage. H2-Blocker können bei wiederholter Anwendung zudem rasch an Wirkung verlieren, weil sich der Körper an den Wirkstoff gewöhnen kann. Außerdem können nicht alle Beschwerden durch eine verstärkte Säurehemmung gelindert werden. Grund hierfür ist, dass hinter anhaltenden Symptomen auch schwach-saurer- oder nicht-saurer Rückfluss stehen kann.
Nicht zuletzt kann das klassische Sodbrennen auch eine andere, nicht Reflux-bedingte Ursache haben. Wer die Selbstbehandlung wiederholt fortsetzt, kann daher möglicherweise eine notwendige ärztliche Einschätzung verzögern. Eine längerfristige Behandlung sollte sich daher an einer gesicherten Diagnose, dem Beschwerdebild und der niedrigsten wirksamen Dosis orientieren.1,2,4,5
Pulver wird vor der Einnahme in eine Flüssigkeit eingerührt, während bei einer sogenannten Suspension feste, fein verteilte Bestandteile bereits in einer Flüssigkeit enthalten sind. Solche Zubereitungen können sich anders auf der Schleimhaut verteilen als eine unzerkaute Tablette. Bei bestimmten Wirkprinzipien kann das von Vorteil sein, allerdings sind Pulver oder Suspensionen dadurch nicht automatisch wirksamer oder länger wirksam. Vielmehr kommt es darauf an, wie das jeweilige Präparat nach der Einnahme wirkt. Arzneimittel, die die Magensäureproduktion hemmen, können ihre Wirkung sowohl in fester als auch in flüssiger Form entfalten, sofern sie richtig angewandt werden. Bei Refluxbeschwerden gibt es außerdem Präparate, die direkt an der Schleimhaut der Speiseröhre ansetzen.
Zu diesen gehört ESOXX One, ein Sirup, der in Einzeldosisbeuteln angeboten wird. Seine Formulierung mit Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat bildet einen physikalischen Schutzfilm auf der Speiseröhrenschleimhaut, um den direkten Kontakt mit zurückfließendem Mageninhalt zu verringern. Eine ärztliche Abklärung anhaltender Beschwerden ersetzt das Medizinprodukt jedoch nicht. Ebenso wenig ist es grundsätzlich besser geeignet als eine Tablette. Für die Auswahl kommt es darauf an, ob die Magensäure neutralisiert, ihre Produktion gehemmt oder die gereizte Schleimhaut geschützt werden soll.1,3,4,5
Tabletten gegen Sodbrennen können sinnvoll sein, wenn ihr Wirkprinzip zum Beschwerdebild passt. Bei gelegentlichen Beschwerden können Antazida kurzfristig helfen. H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer senken die Säurebildung auf unterschiedliche Weise. PPIs wirken dabei stärker, müssen jedoch korrekt und regelmäßig eingenommen werden. Da diese Mittel vor allem den Säuregehalt des zurückfließenden Mageninhalts verändern, verhindern sie den Rückfluss nicht automatisch. Schleimhautschützende Formulierungen verfolgen einen anderen Ansatz: Sie sollen den direkten Kontakt zwischen dem Mageninhalt und der Schleimhaut der Speiseröhre begrenzen. Treten Beschwerden häufig auf oder halten sie trotz Behandlung an, sollte ihre Ursache ärztlich eingeordnet werden, bevor die Selbstmedikation fortgesetzt oder verstärkt wird. Schluckbeschwerden, Blutungszeichen, wiederholtes Erbrechen oder ungewollter Gewichtsverlust erfordern eine zeitnahe Untersuchung. Brustschmerzen müssen umgehend medizinisch abgeklärt werden, weil auch Erkrankungen außerhalb der Speiseröhre dahinterstehen können.1
1 Madisch, A., et al. (2023). S2k-Leitlinie gastroösophageale Refluxkrankheit und eosinophile Ösophagitis. Zeitschrift für Gastroenterologie, 61, 862–933.
2 Katz, P. O., et al. (2022). ACG clinical guideline for the diagnosis and management of gastroesophageal reflux disease. The American Journal of Gastroenterology, 117(1), 27–56
3 Savarino, V., et al. (2021). Pharmacological management of gastro-esophageal reflux disease: An update of the state-of-the-art. PubMed Central.
4 Yadlapati, R., et al. (2022). AGA clinical practice update on the personalized approach to the evaluation and management of GERD: Expert review. Clinical Gastroenterology and Hepatology.
5 Kröner, P. T., Cortés, P., & Lukens, F. J. (2021). The medical management of gastroesophageal reflux disease: A narrative review. PubMed Central.
Sirup in praktischen Einzeldosis-Sachets zur schnellen Linderung typischer GERD-Symptome wie Sodbrennen, Oberbauchschmerzen, saurem Aufstoßen, Reizhusten und Dysphonie.
Tabletten zum Auflösen im Mund, zur Reduzierung von Beschwerden wie Magenbrennen, Heiserkeit, Dysphonie, Halsschmerzen und einem Globusgefühl.
Magentabletten umfassen Präparate mit unterschiedlichen Wirkprinzipien: Antazida neutralisieren bereits vorhandene Magensäure, H2-Blocker und Protonenpumpenhemmer verringern dagegen deren Bildung. Den Rückfluss von Mageninhalt verhindern diese Mittel nicht automatisch.
Zu den Wirkstoffgruppen zählen Antazida, H2-Rezeptorantagonisten und Protonenpumpenhemmer. H2-Rezeptorantagonisten blockieren Andockstellen für den Botenstoff Histamin, die an der Säurebildung beteiligt sind. Protonenpumpenhemmer greifen am letzten Schritt der Magensäureproduktion an.
Die möglichen Nachteile unterscheiden sich je nach Wirkstoff: Antazida wirken meist nur kurz und sind in größeren Mengen nicht frei von Nebenwirkungen. Protonenpumpenhemmer erfordern eine korrekte, regelmäßige Einnahme. H2-Blocker können bei wiederholter Anwendung rasch an Wirkung verlieren.
Wärmeanwendungen wie eine Wärmflasche oder ein warmes Körnerkissen werden bei Sodbrennen öfter als einfaches Hausmittel empfohlen. Einen nachgewiesenen Einfluss auf den Rückfluss von Mageninhalt oder eine Refluxerkrankung gibt es bislang jedoch nicht.
Effektiv ist ein Mittel, wenn sein Wirkprinzip zum Beschwerdebild passt. ESOXX One ist ein Sirup, dessen Formulierung dazu vorgesehen ist, einen physikalischen Film auf der Schleimhaut der Speiseröhre zu bilden und den direkten Kontakt mit zurückfließendem Mageninhalt zu verringern.